Pokémon Go bringt Augmented Reality in die allgemeine Wahrnehmung

Der Hype um Pokémon Go bringt Augmented-Reality-Technologie in die allgemeine Wahrnehmung. Ist dies der Durchbruch für eine Technologie, die bereits in Industrie und Logistik eine breite Anwendung und in den Fokus zahlreicher Forschungsprojekte gestellt ist?

Pokémon Go ist derzeit die erfolgreichste Smartphone App der Welt und auch die Medien versuchen mit immer neuen skurrilen Geschichten auf dem Pokémon Go Zug mitzufahren. Seit dem 06. Juli ist das Spiel in Deutschland verfügbar und ärgert am Anfang die Anwender, weil offensichtlich die Server des Entwicklers Niantics dem großen Nutzeransturm nicht gewachsen waren. Das mobile AR-Spiel bringt die computergestützte Erweiterung der Wirklichkeit in den Alltag.

Die reale Umgebung wird durch die im Smartphone integrierte Kamera aufgenommen und durch die Software mit der virtuellen Welt verknüpft. War der erste Versuch der Integration von AR von Google mittels Datenbrille noch speziellen Techie-Nerds vorbehalten findet die Jagd auf die kleinen Monster und ihre Kämpfe untereinander auf Plätzen und Straßen, an Badestränden oder auf Friedhöfen mitten in der Öffentlichkeit statt – jedem ermöglicht, der ein modernes Betriebssystem und ein Standardsmartphone sein Eigen nennt.

Die Technologie ist allerdings nicht neu. Bei Boeing wurde diese Technik bereits früh als UNterstützung bei der Kabelverlegung eingesetzt.
Weitere Anwendungsbeispiele findet man in der Produktionsplanung, in der Instandhaltung, als digitales Handbuch in Service und Wartung, in der Aus- und Weiterbildung und im Marketing sowie auf Messen.

Als Teil von Industrie 4.0 soll Augmented Reality einen zentralen Bestandteil bei der Entwicklung der digitalen und vernetzten Fabrik liefern.

Derzeit werden die Datenbrillen auch Smart-Glasses genannt optimiert und praxistauglich gestaltet. Feldversuche finden sich in diversen Einsatzgebieten.

Bis dahin hilft man sich auch mit Tablet-PC’S und ihren eingebauten Kameras. So wird wie in diesem Artikel von ABB erwähnt z.B. dort mittels App auf dem Handheld die Fehleranalyse von Roboterzellen gestützt. So werden dem Techniker die Auffindung der fehlerhaften Zelle mittels Umgebungsaufnahme erleichtert und daraufhin die wichtigsten Daten zu dem Roboter oder der Prozesskette auf dem Display eingespielt.

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